Ukraine-Liveticker: Russland griff Odessa mit Streumunition an (2024)

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Simon Hüsgen

Ukraine-Liveticker: Russland griff Odessa mit Streumunition an (1)

Russland hat am Montag bei seinem Raketenangriff auf die Hafenstadt Odessa nach ukrainischen Angaben Streumunition verschossen. „Es handelt sich um eine wahllose Waffe, die erhebliche Opfer unter der Zivilbevölkerung verursachen kann“, teilte die ukrainische Staatsanwaltschaft am Dienstag bei Telegram mit. Metallfragmente seien in einem Radius von anderthalb Kilometern vom Einschlagsort gefunden worden.

Die Behörde veröffentlichte dazu auch ein Video, das die Explosionen der Sprengkörper aus der ballistischen Iskander-Rakete zeigen soll. Fünf Menschen wurden demnach getötet und mehr als 30 verletzt. Die Staatsanwaltschaft warf den verantwortlichen russischen Offizieren einen bewussten Einsatz der Waffe zur Tötung möglichst vieler Zivilisten vor.

Die Ukraine wehrt seit über zwei Jahren eine russische Invasion ab. Beide Seiten setzen in dem Krieg die international geächtete Streumunition ein. Die Ukraine hatte kürzlich von den USA gelieferte Raketen mit derartiger Munition auf Ziele auf der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim abgefeuert. Weder Russland noch die Ukraine haben das 2010 in Kraft getretene internationale Übereinkommen über die Ächtung von Streumunition unterzeichnet.

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Simon Hüsgen

Ukraine-Liveticker: Russland griff Odessa mit Streumunition an (2)

Russlands Streitkräfte können dank vorangegangener Erfolge im ostukrainischen Donbassgebiet US-Militärexperten zufolge nun ihre weitere Angriffsrichtung wählen. Westlich der kürzlich eroberten Kleinstadt Awdijiwka gebe es jetzt mehrere taktische Möglichkeiten für Moskau, die Offensive auszuweiten, schrieben die Experten der Denkfabrik ISW in Washington am Montagabend (Ortszeit). Die russische Kommandoführung habe die Wahl, entweder weiter nach Westen zur Industriestadt Pokrowsk vorzustoßen oder nach Norden zu schwenken, um den Angriff auf Tschassiw Jar zu verstärken.

Seit zwei Jahren führt Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Wegen stockender Munitions- und Waffenlieferungen aber auch zunehmend wegen fehlender Soldaten sind die Verteidiger dabei im vergangenen Halbjahr stark in die Defensive geraten.

Nach dem Verlust der zur Festung ausgebauten Kleinstadt Awdijiwka westlich der schon seit 2014 von prorussischen Kräften kontrollierten Gebietshauptstadt Donezk ist die Front in Bewegung gekommen. Ging es in den Monaten zuvor um Geländegewinne von wenigen Hundert Metern, sind die russischen Truppen seit Februar 15 Kilometer vorgedrungen und haben eine ganze Reihe weiterer Ortschaften besetzt.

Auch nördlich davon im Raum Bachmut stehen die Ukrainer unter Druck. Nach Angaben aus Kiew will die russische Militärführung zum Tag des Sieges am 9. Mai – an dem für Russland wichtigsten Feiertag wird an den Sieg der Sowjetunion über Nazideutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert – die Eroberung der Stadt Tschassiw Jar als Erfolg vermelden.

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Simon Hüsgen

Ukraine-Liveticker: Russland griff Odessa mit Streumunition an (3)

Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Stadt Charkiw sind nach Angaben der regionalen Behörden am Dienstag zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden. Wie der regionale Gouverneur Oleg Sinegubow im Onlinedienst Telegram weiter mitteilte, wurde Charkiw von den russischen Streitkräften mit „Lenkbomben“ angegriffen.

Nach Angaben der Hilfsorganisation International Rescue Comittee (IRC) hat sich die Situation in der zweitgrößten Stadt der Ukraine in den vergangenen Wochen durch russische Bombardierung zunehmend verschlechtert. Die Angriffe zerstörten insbesondere die Strominfrastruktur und nötigten die Behörden, Strombeschränkungen zu verhängen.

„Die Lebensbedingungen haben sich im Vergleich zu noch vor sechs Monaten erheblich verschlechtert“, wurde ein Arzt aus Charkiw, Oleksandr Wolkow, von IRC zitiert. „Viele Gebiete haben keinen Zugang zu Elektrizität“, sagte er. In einigen Gebäuden sei auch der Zugang zu Wasser „begrenzt“. Viele Bewohner litten unter Angst und Stress angesichts der „Luftschutzsirenen, die Tag und Nacht heulen“.

Der Arzt verwies auch auf zunehmende Schwierigkeiten, Zugang zu Medikamenten zu erhalten. Charkiw liegt nahe der Grenze zu Russland und ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine. Vor Beginn des russischen Angriffskrieges lebten dort mehr als 1,4 Millionen Menschen.

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Deutschland hat der Ukraine weitere militärische Unterstützung im Krieg gegen Russland geliefert. In der jüngsten Lieferung enthalten sind unter anderem zwei Luftverteidigungssysteme vom Typ Skynex samt Munition, zehn Schützenpanzer vom Typ Marder sowie 7500 Schuss 155 Millimeter Artilleriemunition, wie die Bundesregierung in einer aktualisierten Übersicht auf ihrer Website mitteilte.

Die ukrainische Botschaft in Deutschland dankte Deutschland am Dienstag im Onlinedienst X für die Waffenlieferung, mit der Berlin „seine Führungsrolle erneut bestätigt" habe. Botschafter Oleksii Makeiev schrieb auf X: „Es ist ein deutscher Kampf der verbundenen Waffen, der ukrainische Leben rettet!"

Geliefert wurden der Website zufolge auch Flugkörper für das Luftabwehrsystem Iris-T SLM, ein Brückenlegepanzer Biber, ein Pionierpanzer Biber sowie Munition für verschiedene Waffensysteme.

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Simon Hüsgen

Ukraine-Liveticker: Russland griff Odessa mit Streumunition an (5)

In der Ukraine sind nach Angaben des Grenzschutzes seit Kriegsbeginn 2022 etwa 30 Männer bei dem Versuch ums Leben gekommen, sich mit einer illegalen Flucht ins Ausland einer Einberufung zur Armee zu entziehen. Einige seien umgekommen, als sie einen Gebirgsfluss überqueren wollten, andere in den Bergen, sagte der Sprecher des ukrainischen Grenzschutzes, Andrij Demtschenko, der Nachrichtenagentur Ukrinform am Montagabend.

„Jeden Tag gibt es Versuche, die Grenze illegal zu überqueren“, sagte der Sprecher. „Die meisten dieser Versuche finden außerhalb der Grenzkontrollpunkte an der Grenze zu Moldawien und Rumänien statt. Die größte Zahl mit gefälschten Dokumenten wird an der Grenze zu Polen verzeichnet." Dem Grenzschutz zufolge starben allein 24 Männer bei dem Versuch, den Fluss Tisa an der ukrainischen Grenze zu Rumänien zu überqueren.

Seit Beginn des Krieges im Februar 2022 habe der Grenzschutz etwa 450 kriminelle Gruppen aufgedeckt, die versucht hätten, Menschen über die Grenze zu schleusen, sagte Demtschenko. Von einigen Ausnahmen abgesehen dürfen ukrainische Männer im Alter zwischen 18 und 60 Jahren das Land nicht verlassen, da sie nach dem herrschenden Kriegsrecht zum Kampf gegen die russischen Invasionstruppen eingezogen werden könnten.

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Uli Putz

Ukraine-Liveticker: Russland griff Odessa mit Streumunition an (6)

Der Ukraine fehlen weiter Waffen und Munition - Die Nacht im ÜberblickDie täglichen Angriffe an der Front und auf die ukrainischen Städte könnten gestoppt werden, sagt Präsident Selenskyj –aber nur, wenn die Verbündeten mehr Waffen schicken. Bei russischem Raketenbeschuss auf die Hafenstadt Odessa gab es Tote. Der Überblick.www.faz.net

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Katharina Moser

Ukraine-Liveticker: Russland griff Odessa mit Streumunition an (7)

Erstmals seit Kriegsbeginn hat ein Mitglied der britischen Königsfamilie die Ukraine besucht. Herzogin Sophie – die Schwägerin von König Charles III. – sei auf Bitten des britischen Außenministeriums in die Ukraine gereist, teilte der Buckingham-Palast am Montagabend mit. Der Besuch solle Solidarität mit den Frauen, Männern und Kindern ausdrücken, die vom Krieg betroffen seien.

Sophie (59) ist mit Charles' jüngerem Bruder Prinz Edward (60) verheiratet. Sie setzt sich seit Längerem gegen sexualisierte Gewalt ein. In der Ukraine habe sie Präsident Wolodymyr Selenskyj und dessen Frau Olena Selenska getroffen und eine Nachricht von König Charles überbracht, teilte der Palast mit. Der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge erinnerte Sophie auch an die Opfer des Massakers von Butscha.

Sophie rief vor einigen Wochen dazu auf, sexualisierte Gewalt als Kriegsmittel zu ahnden. Überlebende in der Ukraine und überall auf der Welt hätten mutig über ihre Erfahrungen gesprochen, sagte sie damals nach Angaben des Palasts in einer Videoansprache für eine Konferenz in der Ukraine. Man dürfe sich nicht abwenden von den Schrecken dieses Verbrechens. Es dürfe nicht zu einem akzeptierten Teil eines Konflikts werden, warnte sie.

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Deutschland hat der von Russland angegriffenen Ukraine weitere zehn Schützenpanzer vom Typ Marder und andere Mittel zur Verteidigung geliefert. Ein zweites Flugabwehrsystem Skynex gehöre ebenso zu dem Paket wie knapp 30 000 Schuss Munition für den Flugabwehrpanzer Gepard und Munition für das System Iris-T, teilte die Bundesregierung am Montag in Berlin mit. Das Mitte April zugesagte dritte Flugabwehrsystem vom Typ Patriot stand nicht auf der aktualisierten Liste der deutschen Militärhilfe. Russland hat zuletzt seine Luftangriffe mit Raketen, Marschflugkörpern, Drohnen und Gleitbomben verstärkt.

Weiter wurden 7500 Artilleriegranaten vom Kaliber 155 Millimeter, Munition für den Kampfpanzer Leopard 2 und 3000 Panzerabwehrhandwaffen geliefert. Die Pionier- und Transportfähigkeit der ukrainischen Armee wurde mit einem weiteren Brückenlegepanzer Biber, einem Pionierpanzer, neun Minenräumpflügen sowie neun Schwerlastsattelzügen M1070 Oshkosh gestärkt. Die Ukraine wehrt seit mehr als zwei Jahren eine russische Invasion ab. Deutschland ist dabei dem Volumen nach zweitwichtigster Unterstützer hinter den USA. Im Verhältnis zu Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft leisten Polen, die baltischen Staaten und die nordischen EU-Mitglieder aber Studien zufolge mehr als Deutschland.

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Katharina Moser

Ukraine-Liveticker: Russland griff Odessa mit Streumunition an (9)

Die Trümmer einer am 2. Januar im ukrainischen Charkiw eingeschlagenen Rakete stammen einem UN-Bericht zufolge von einer nordkoreanischen Hwasong-11. Dies stelle eine Verletzung der Sanktionen gegen Nordkorea dar, heißt es in dem 32-seitigen Schreiben, in das die Nachrichtenagentur Reuters Einblick erhalten hat. Ukrainischen Daten zufolge sei die ballistische Rakete von russischem Staatsgebiet aus abgefeuert worden, heißt es in dem Bericht vom 25. April an den Sanktionsausschuss des UN-Sicherheitsrats weiter. Eine Stellungnahme von Russland oder Nordkorea liegt zunächst nicht vor. Beide Länder haben Vorwürfe von Waffenlieferungen zurückgewiesen.

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Philipp Johannßen

Ukraine-Liveticker: Russland griff Odessa mit Streumunition an (10)

Durch russische Angriffe mit Raketen sind in der südukrainischen Hafenstadt Odessa mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere 28 wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebiets, Oleh Kiper, am Montag bei Telegram mitteilte. Mehrere Wohnhäuser und zivile Infrastruktur seien beschädigt worden. Zuvor war die nur gut 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernte ostukrainische Metropole Charkiw Behördenangaben zufolge mit Gleitbomben angegriffen worden. Zwei Zivilisten seien dabei verletzt worden. Ein mehrstöckiges Wohnhaus sei beschädigt worden.

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Niklas Zimmermann

Ukraine-Liveticker: Russland griff Odessa mit Streumunition an (11)

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat bei einem Besuch in Kiew Hoffnungen der Ukraine auf eine baldige Einladung zur Mitgliedschaft im westlichen Verteidigungsbündnis gedämpft. Er sei fest davon überzeugt, dass der Ukraine ein Platz in der NATO zustehe und er arbeite hart daran, dass die Ukraine Mitglied des Bündnisses werde, sagte der Norweger am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Um eine Aufnahmeentscheidung treffen zu können, brauche es allerdings einen Konsens unter den 32 Bündnismitgliedern. Und er erwarte nicht, dass dieser bis zum nächsten Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs im Juli zustande kommen werde.

Stoltenberg appellierte in Kiew auch noch einmal an alle Bündnispartner, ihre militärische Unterstützung für die Ukraine weiter auszubauen. „Die NATO-Partner haben nicht das geliefert, was sie versprochen haben“, kritisierte er. Der Mangel an Munition ermöglichte den Russen an der Front derzeit Vorstöße. Zudem profitiert der Angreifer seinen Angaben zufolge auch von einem ukrainischen Mangel an Luftverteidigungssystemen und weitreichenden Raketen.

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Niklas Zimmermann

Ukraine-Liveticker: Russland griff Odessa mit Streumunition an (12)

Russland rückt nach eigenen Angaben mit seinen Invasionstruppen in der Ostukraine weiter vor. Die Streitkräfte nahmen dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge die Ortschaft sem*niwka in der ukrainischen Oblast Donezk ein. Am Sonntag hatte Russland bereits die Einnahme des Orts Nowobachmutiwka bekannt gegeben.

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Niklas Zimmermann

Ukraine-Liveticker: Russland griff Odessa mit Streumunition an (13)

Polnische Bauern haben ihre seit Monaten andauernden Blockaden von Grenzübergängen zur Ukraine im Streit über Billigkonkurrenz beendet. Am Montag gaben sie auch den letzten blockierten Grenzübergang Rawa-Ruska wieder frei. Das ukrainische Landwirtschaftsministerium lobte in einer Erklärung die „konstruktive Arbeit“ Polens zur Aufhebung der Blockade. Die Verhandlungen mit der Regierung in Warschau und den Branchenverbänden seien nicht einfach gewesen, aber „das Wichtigste ist, dass wir ein Ergebnis haben“. So dürfen Lkw mit Getreide aus der Ukraine nur zum Transit die Grenze nach Polen überqueren.

Polnische Landwirte und Lkw-Fahrer hatten die Grenzübergänge seit dem Spätherbst blockiert aus Protest gegen angeblich unfaire Billigkonkurrenz aus der Ukraine. Polen ist einer der größten Unterstützer der Ukraine in deren Abwehrkampf gegen die russischen Invasionstruppen. Der Streit über EU-Einfuhrerleichterungen für ukrainische Getreidelieferungen hat die bilateralen Beziehungen aber belastet.

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Simon Hüsgen

Ukraine-Liveticker: Russland griff Odessa mit Streumunition an (14)

Der chinesische Präsident Xi Jinping wird zum Auftakt einer Europareise am 6. und 7. Mai zu einem Staatsbesuch in Frankreich erwartet. Der französische Präsident Emmanuel Macron wolle ihn im Élysée-Palast empfangen, aber auch mit ihm die Pyrenäen besuchen, teilte der Élysée-Palast am Montag mit. Inhaltlich gehe es in erster Linie um den Krieg in der Ukraine und die Lage im Nahen Osten.

Macron war vor gut einem Jahr mit einer großen Delegation von Wirtschaftsvertretern zum Staatsbesuch in China gewesen. Damals hatte er Xi gedrängt, seinen Einfluss auf Russland zu nutzen. Beide Staatschefs hatten damals zu einer raschen Aufnahme von Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine aufgerufen. Es blieb jedoch bei einem anschließenden Telefonat zwischen Xi und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

China stellt seine Haltung im Ukrainekrieg offiziell als neutral dar. Die Staatsführung hat den russischen Angriffskrieg nie öffentlich verurteilt. Der russische Präsident Wladimir Putin wird im Mai in China erwartet.

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Simon Hüsgen

Ukraine-Liveticker: Russland griff Odessa mit Streumunition an (15)

Die Ukraine wirft dem Kurznachrichtendienst Telegram vor, mehrere offizielle Software-Bots des Landes zu blockieren. Darunter sei auch der Bot des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR, wie der Geheimdienst selbst am Montag auf Telegram mitteilte. „Trotz der Sperrung unseres Bots – Ihre persönlichen Daten sind sicher.“ Telegram war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Ein Bot ist ein Programm, das im Internet bestimmte Aufgaben übernimmt. Es kann unter anderem Konversationen mit Nutzern simulieren oder Inhalte zu bestimmten Themen sammeln. Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine hat sich Telegram zu einem wichtigen Informationskanal für beide Seiten entwickelt. Medien, Behörden und Regierungen betreiben eigene Kanäle auf der Plattform.

Der Gründer von Telegram ist der russischstämmige Milliardär Pawel Durow. Dieser hatte Russland allerdings 2014 verlassen, nachdem er sich geweigert hatte, auf seinem damaligen, inzwischen verkauften Kurznachrichtendienst die Konten russischer Oppositioneller abzuschalten. Telegram ist weltweit einer der populärsten Messengerdienste und hatte 2023 nach eigenen Angaben mehr als 700 Millionen monatlich aktive Nutzer. Kritiker werfen der Plattform vor, die Verbreitung von Verschwörungstheorien, Hass und Hetze zu fördern.

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